«Es ist mein ehrlichstes Werk»

    Dermot Kennedy zählt mit über 4 Milliarden Streams zu den erfolgreichsten Singer-Songwritern seiner Generation. Nach dem Rekorderfolg seines Debüts «Without Fear» kehrt der Ire nun mit seinem dritten Album «The Weight of the Woods» zurück. Schweizer Fans dürfen sich gleich doppelt freuen: Am 17. Mai 2026 spielt er in der Halle 622 in Zürich, am 8. Juli 2026 zudem beim Montreux Jazz Festival.

    (Bild: Silken Weinberg)

    Das neue Album erschien am 3. April 2026 bei Island/Interscope Records und wird von der Single «Funeral» begleitet, deren Musikvideo mit Charlie Rowe unter der Regie von Charlie Sarsfield entstand. Inhaltlich und klanglich verbindet «The Weight of the Woods» auf organische Weise Dermots irische Wurzeln mit Einflüssen aus Nashville, wo Produzent Gabe Simon beheimatet ist. Ein Grossteil der Songs entstand jedoch in Irland, in unmittelbarer Nähe zu Kennedys Zuhause, bevor die Arbeit teilweise in den USA fortgesetzt wurde.

    Bereits im September 2025 begeisterte Kennedy das Zürcher Publikum mit einem intimen, sofort ausverkauften Konzert im X-Tra. Seine Fähigkeit, Menschen durch ehrliche, poetische Songs zu berühren, prägt seine Karriere seit den Anfängen als Strassenmusiker. Mit Geduld und Konsequenz entwickelte er sich zu einem international gefeierten Künstler, der auch von Grössen wie Taylor Swift, Dua Lipa oder Shawn Mendes geschätzt wird.

    Im Sommer 2026 stehen mit zwei Konzerten im Aviva Stadium in Dublin die bislang grössten Shows seiner Karriere an. Umso besonderer ist es, dass er zuvor nochmals in vergleichsweise persönlichem Rahmen in Zürich sowie beim Montreux Jazz Festival auftritt.

    Geniesst du die Schweiz und verbringst du gerne Zeit hier? Hast du besondere Erinnerungen an deine Aufenthalte?
    Dermot Kennedy: Ja, absolut! Ich habe viele schöne Erinnerungen an die Schweiz. Ein guter Freund von mir, der Gitarrenbauer ist, lebt in Brienz – ich war oft bei ihm zu Besuch. In seinem Haus organisiert er Konzerte für etwa 80 Leute. Er ist wirklich ein aussergewöhnlicher Mensch.

    Dein neues Album ist am 3. April erschienen und trägt den Titel «The Weight Of The Woods». Herzlichen Glückwunsch zu diesem grossartigen Werk! Erzähl uns doch mehr darüber.
    Viele Leute haben mir gesagt, dass dieses Album sehr irisch klingt – das freut mich sehr und macht mich stolz. Gabe Simon, mit dem ich das Album produziert habe, kam aus Nashville nach Irland und ist eine Woche lang durchs Land gereist. Dabei hat er viele Instrumente gesammelt, die diesen typisch irischen Klang in sich tragen.
    Alles an diesem Album fühlt sich sehr authentisch an – es ist wahrscheinlich mein bisher organischstes und ehrlichstes Werk. Die Songs sind in Dublin und Nashville entstanden, ein Teil auch in Norwegen.

    Und wie verlief der gesamte Entstehungsprozess für dich?
    Es war der grösste Spass, den ich je im Studio hatte. Manchmal kann die Zeit im Studio bittersüss sein, weil es anstrengend ist – man arbeitet oft hart darauf hin und weiss nicht einmal, ob man das Ziel erreicht. Aber dieser Prozess war wirklich wunderbar. Alle im Raum waren grossartige Menschen, und es fühlte sich so an, als müsse man für gute Dinge nicht zu sehr drängen. Es war eine sehr schöne Erfahrung.

    Wie bist du eigentlich auf den Titel deines neuen Albums «The Weight of the Woods» gekommen?
    Ich war schon immer sehr stolz auf meine Wurzeln und darauf, ein irischer Künstler zu sein – ein Teil unserer Musikgeschichte. Die nahegelegenen Wälder und diese inspirierende Landschaft haben schon immer eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt. Gleichzeitig denke ich daran, dass ich – nicht als Last, aber als Verantwortung – mein Zuhause und all die Menschen, die mir wichtig sind, mit mir trage, besonders wenn ich reise oder auf der Bühne stehe. Ich habe das Gefühl, dass all diese Menschen bei mir sind und ich ihre Geschichten erzähle. So entstand das Gefühl, dieses «Gewicht» mit mir zu tragen – daher der Titel «The Weight of the Woods».

    Gab es einen Künstler, eine Künstlerin oder eine Band, die dich besonders bei der Entstehung dieses Albums inspiriert hat?
    Ich würde nicht sagen, dass es nur einen bestimmten Künstler gibt. Viele Musiker inspirieren mich – zum Beispiel Noah Kahan, Hozier, Bon Iver und ähnliche. Beim Albummachen ist es wichtig, Inspiration zu haben, aber gleichzeitig sein eigenes Ding zu machen. Mir ging es vor allem darum, Künstler zu betrachten, die einen Ansatz verfolgen, bei dem es nicht zu perfekt klingen muss. Es geht darum, einen Moment einzufangen, statt alles fehlerlos zu polieren.

    Am 17. Mai 2026 spielst du in der Halle 622 in Zürich. Freust du dich schon darauf, und hast du vielleicht auch ein paar Überraschungen für deine Fans geplant?
    Absolut! Ich freue mich riesig darauf. Es wird unser bisher grösstes Tournee-Konzert: Acht Musiker stehen mit uns auf der Bühne, und das ist genau das, was diese Songs und die grossen Arrangements brauchen. Im Laufe der Jahre hatte ich hier einige grossartige Shows. Besonders schätze ich, wie aufmerksam das Schweizer Publikum den Texten folgt. Sobald die Leute bei einer Show im Raum sind, schenken sie ihr volles Augenmerk – und das bedeutet mir unglaublich viel.

    Interview: Christos & Christos

    www.dermotkennedy.com
    www.universalmusic.ch

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